LEDs …

campbell.jpg… wie sie mir am liebsten sind, sind in den Kunstwerken des Amerikaners Jim Campbell zu finden. Campbell, von Hause aus Elektrotechniker mit einem Abschluss vom MIT, verbaut diese schicken kleinen lichtspendenden Dioden in seinen Ambigous Icons, in Panelen, auf denen sie wie Pixel angesteuert werden können. Diese Panele sind manchmal so klein wie ein Bilderrahmen, und manchmal so groß wie eine Anzeigetafel. Wenn er Videoschleifen darauf abspielt – häufig von sich bewegenden Menschen – ist das entstehende Bild trotz oder gar wegen der “geringen” Auflösung von häufig vielleicht 20 mal 30 Dioden sehr eindrücklich. Campbell führt dem Betrachter damit schön vor Augen, zu welchen Leistungen unser Wahrnehmungssystem zusammen mit unserem Gedächtnis fähig ist. David Bonetti vom San Francisco Chronicle hat dazu geschreiben, Campbell finde “Poesie in der Bewegung”. Dem kann ich mich nur anschließen.

Mit dem Wahrnehmungssystem beschäftigt sich Campbell übrigens auch von Berufes wegen: Er entwickelt Fernsehtechnik, besonders für den HDTV-Bereich. So finden sich Arbeiten von ihm in fast allen aktuellen Flatscreens; seine Kunstwerke sind dafür in einer ganzen Reihe von renommierten Museen zu finden – vom MOMA bis zum ZKM (wo ich zum ersten Mal auf sie getroffen bin).

Links:
Campbells Homepage (sehr empfehlenswert, mit vielen Videos und Artikeln)
Campbells aktuelle Ausstellung im Museum of Glass

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