“Safer Children in a Digital World” – Neuer Bericht über Kinder und Jugendliche und die neuen Medien

Safer children in a digital world Im Auftrag des britischen Premierministeriums führte Tanya Byron – so eine Art promovierte britische Supernanny – eine Metastudie zum Thema Kinder und Jugendliche und die neuen Medien durch. Auf über 200 Seiten kommt sie dabei zu kritischen aber durchaus differentierten Ergebnissen.

Byron erkennt richtig, dass “the internet and video games are very popular with children and young people and offer a range of opportunities for fun, learning and development”. Dabei gibt es aber Gefahren, und sie fordert Kinder und Jugendliche in die Lage zu versetzen, sich sicher im Netz bewegen zu können. Dies, so Byron, kann jedoch kein Prozess von oben herab sein, sondern funktioniert nur, wenn die Kinder eigene Medienkompetenz entwickeln können.

Dabei ist zu beachten, dass Kinder Kinder sind – sie werden immer Barrieren testen, Grenzen überschreiten, Unbekanntes interessant und Verbotenes besonders interessant finden. Erwachsene können, nein: müssen daher Heranwachsenden helfen. Dies gelingt aber nur, wenn sie selber medienkompetent sind. Und dazu müssen sie die “digital divide”, die Wissensgrenze zwischen Alt und Jung, zwischen den digital natives und den digital immigrants (oder gar: non-digitals) überwinden.

Insgesamt ein sehr interessanter Report, wenn er auch nicht zu überraschenden Ergebnissen kommt. Aber schön, dass wir mal drüber geredet haben, und zwar differentiert und ohne eigenes Kalkül, und ohne sich auf die leidige Debatte einzulassen, die, so Byron, “highly polarised and charged with emotion” ist.

Links:

Artikel auf heise.de

Tanya Byrons Homepage

Safer Children in a Digital World: Full Report (PDF, 2,7 MB)

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