Lifeblog: Info-Workshop “Usability Engineering”

Der Lehrstuhl “Interaktive System und Interaktionsdesign” der Universität Duisburg-Essen, sprich: das Team rund um Prof. Dr. Jürgen Ziegler veranstaltet heute einen Workshop zum Thema “Usability Engineering”. Mit als Referenten dabei sind Jörg und Steffen, und auch Prof. Dr. Marc Hassenzahl. Und ich, als Zuschauer. Ich werde das mal mitbloggen.

9:59: Jörg ist nervös. Glaube ich.

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10:05: Jürgen Ziegler begrüsst und gibt damit den Startschuss zu einer Vortragsreihe, die sich rund um Mensch und Maschine drehen soll. Er weisst auch auf den Schwerpunkt innerhalb der Fakultät und Uni DUE hin: www.innofab.de, die Innovationsfabrik. Zum Start sind es etwa 50 Zuschauer; mal sehen wie viele es später bei Prof. Hassenzahl werden… :) .

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10:20: DAU-Tauglichkeit ist “Auch der Dümmste Anzunehmende User kann mit dem System umgehen”. ISO 9241-11 heisst das dann im Bürokraten-Deutsch.

10:30: Jörg braucht aber bestimmt nicht nervös zu sein – das wollte ich nur noch mal erwähnen. Im Publikum sehe ich Heike, Sabine (ehemalige Kollegin, nun bei VVA), Keywan, Marc, diverse Kommedias, …

10:40: Prof. Dr. Frank Heidmann vom Interaktion Design Lab der FH Potsdam berichtet über Interaction Design als Teil der Corporate Identity. Hierbei handelt es sich um eine Case Study zusammen mit der Deutschen Telekom AG. Zielsetzung war eine “Unified User Experience”. Heidmann bildet an der FH Potsdam Interface-Design Bachelor aus.
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11:15: Prof. Heidmann hat gezeigt, wie sein Studierende und er mit der Telekom Design- und besonders Interaction-Patterns konzernweit identifiziert und in einem für Prototyping und Entwicklung zu nutzenden Pattern Browser implementiert. Dies war sehr aufwändig, und ist noch ein laufender Prozess. Nun ist Kaffeepause. Juppieh!

11:45: Die Kaffeepause ist vorbei, es kam zu nettem Catch-Up mit Keywan und Sabine, und Anja ist auch da (BoaBoa Hurray!). Nun kommt Jörg zu einem meiner liebsten Hassthemen Kontroversthemen: Eyetracking, aeh, sorry Jörg: Blickbewegungsanalyse.

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11:47: Danke, Jörg, für den Hinweis auf uns Kollegen aus der Psychologie und meine fMRI-Arbeiten am Hahn-Institut. Was ich von mir kenne, sehe ich auch beim Jörg: Die coolen Jungs haben mindestens eine Hand in der Hosentasche… während des Vortrages :) .

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12:04: Jörg ist fertig, und stellt sich den Fragen. “Was kostet so ein Monitor?”, “20-30.000 €”. Good job, Jörg. Prof. Ziegler folgt mit Ausführungen über den neuen ISO-Standard 9241-151. Das “klingt bürokratisch”, und ist der final draft eines Standards zur Web-Usability. Er ist übrigens der Editor dieser Leitlinien.

12:14: “Herzinfarkt durch schlechtes Webdesign” hält Prof. Ziegler für vielleicht etwas übertrieben. Was würde Dr. House dazu sagen? (Ist ja wohl klar: “Everybody lies!”)

12:25: Saal voll.

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12:45: Ziegler bashed kritisiert aus meiner Sicht zurecht die “Zwangsidentifikation” als Privatanwender oder Business-Kunde auf Dells Website. Da habe ich mich schon immer drüber geärgert. Er weist darauf hin, dass laut der entwickelten ISO-Norm alternative Zugangsweisen auf alle Informationen angeboten werden sollten -eine Aufgabe des Webdesigners/Information Architects ist dann ja wohl, nebem dem Usable Design auch noch den Marketing-Leuten die richtigen Nutzungsdaten und Nutzerprofile zu liefern…

12:53; Wir sind alle Füchse auf Karnickel-Jagd! Information Foraging Theory.

14:03: Hmm, lecker, Mensa. Ab jetzt versucht Steffen, die Besucher aus dem Suppenkoma zu holen… Mit multimodalen Interaktionen.

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14:10: Multimodal ist auch Steffens Vortrag, er redet, zeigt, läuft, wedelt, steppt, manchmal glaube ich vibriert er auch. Richtig multimodal :) . Steffen meint, dass multitouch aus Usability-Sicht zwar sehr vielversprechend aber durchaus problematisch sei. Da bin ich mal gespannt. OK, multiperson ist schwierig, aber durchaus machbar.

14:20: Auf dem Weg zur Toilette fällt mir auf: Die Usability-Guys and -gals sind ebenso schwarz in ihrer Bejackung wie wir Psychologen und wie Architekten. Viel Spass beim Jacke-raussuchen ;) .

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14:27: Noch ein Steffen (der vom FIT) ist da, und Mark auch.

14:41: Steffen übergibt an Jörg, und nun gehts um die Spiele-Wurst: Game-Usability. Mit beiden Händen in den… Ach, lassen wir das ;) . (PS: Ich habe mich in der Pause schon für meinen Kommentar “entschuldigt” ;) ). Jörg stellt auch das Game Technology Competence Center am Campus vor, an dem er aus meiner Sicht ganz zentral beteiligt ist – nicht zuletzt durch seine Kontakte zu Ubi Soft.

14:46: Jaaaa, er hält sich mit beiden Händen am Pult fest!!! Gut so…

14:46: Jörg stellt eine Reihe von Gestaltungsfaktoren für Computerspiele vor – also die Dinge, die – wenn sie denn richtig gestaltet sind – uns Spass machen und im Zweifelsfall Tage unserer Lebenszeit kosten… Am Beispiel WOW, HL2, Lara … und Monkey Island!

(Bei Monkey Island gab es anerkennendes Raunen, aber auf die Frage, wer es schon mal gespielt habe, haben sich weniger als eine Handvoll Personen gemeldet… SInd Games noch nicht in der Mitte der Usability-Community angekommen? ;) )

(Bei WOW fällt mir doch noch das ein…)

15:19: Jörg ist fast fertig, und leitet mal vorsichtig auf Hassenzahls Vortrag über. Aber vorher gibt es noch eine Kaffeepause!

15:46: Ich hole weit aus, und zappel, und Anja hat’s auch noch fotografiert. Danke Anja.

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15:52: So, jetzt mal einer von uns: Prof. Hassenzahl ist Psychologe, und er behauptet, dass interaktive Produkte mehr als nur Werkzeuge sind. Und er illustriert das an … einer Software? … einem Spiel?… einem Handy? Nein, an Pumps! Und zitiert Don Norman… noch ein Psychologe.

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16:14: SyncDecor: Appliances for Sharing Mutual Awareness between Lovers Separated by Distance Ui – Mülleimer 2.0 :) . Und Prof. Hassenzahl misst die hedonischen und praktischen pragmatischen Aspekte mit seinem AttrakDiff.

16:39: Prof. Hassenzahl stellt sich den Fragen. Und antwortet am Beispiel eines “schöner” gestalteten Userinterfaces für Siemens Computertomografen! Ob das die Leute im Hahn wissen… da muss ich mal den Stefan Maderwald fragen…

16:54: “Es gibt in meinen Untersuchungen keine Geschlechtsunterschiede – Frauen und Männer finden ähnliche Dinge schön!” Da sind wir wieder bei den Pumps??? ;)

Das war eine interessante Veranstaltung, und ich denke, viele Zuschauer haben neue Eindrücke mitgenommen. Danke ans Team von prof. Ziegler.

UPDATE 15.03.08: Sorry für den NSFW Spam unter diesem Blogeintrag – mein WP scheint hier gehacked worden zu sein. Ich arbeite dran… :/

4 Responses to “Lifeblog: Info-Workshop “Usability Engineering””

  1. Manuel Says:

    Und danke an den RSS Feed dieses Blogs, der mich an fast vergessene Termine erinnert.
    Ich bitte das in Zukunft auszubauen ;)

  2. rolf Says:

    Super! Und warum sagt keine von den Hupen bescheid, wenn so etwas stattfindet *schmoll*

  3. rolf Says:

    PPS: In deinem Vortrag im dunklen Turm zu Frankfurt erwarte ich dann jetzt aber auch ein House-MD-quote. Ich bin zwar selber nicht da (Frankfurt-Allergie), aber habe dort Leute die das für mich prüfen.

    In diesem Sinne “It’s not Lupus!” ;)

  4. FrankPSchulte Says:

    @rolf: Hehe, ok, ich versuche Anja zu einem Zitat zu bewegen … sie trägt nämlich vor … werde wohl auch nicht da sein…

    “It’s lupus!… No, I didn’t say it was’t lupus, I said lupus was not very probable!”

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