“Gewalt muss sein” (Plakative Titel auch?)

rotkaeppchen.jpgSeinen Telepolis Artikel überschreibt Thomas Hartmann mit dem doch etwas plakativen Titel “Gewalt muss sein”. Danach jedoch folgt eine ziemlich gradlinige – sprich: nicht ums Konkrete herumeiernde – Abrechnung mit der verlogenen Idee, Computerspiele würden Gewalt provozieren oder produzieren. Nicht zu leugnen ist nach Hartmann, dass Gewalt Thema in vielen Games ist, aber “Gewalt muss sein – und zwar in klarer Abgrenzung spielerischer von zerstörerischer Gewalt. Kinder müssen toben und raufen dürfen, und sie brauchen für ihre seelische Entwicklung in gewissem Umfang auch Monster.” Höre ich das jemanden “Märchen! Märchen!” schreien?

Hartmann, selber Pfarrer, warnt aber auch vor der Suchtgefahr – nicht speziell von Spielen, sondern von Gegen- oder Parallelwelten im Allgemeinen: “Um die Suchtgefährdung bei Jugendlichen einzuschränken ist wiederum die bewusste Aufmerksamkeit und Zuwendung der Eltern und anderer Erziehungspersonen nötig. Eltern müssen sich einfach darum kümmern und beachten, welche Spiele und in welchem Umfang ihre Kinder auf dem PC zocken.” Aber um das zu können, müssen die Erziehungsberechtigten selber “zocken können” – sprich: verstehen was da vor sich geht, was gespielt wird. Mehr Eltern, Kindergärtnerinnen, Grundschullehrer, Pfarrer, Sozialarbeiter an die Konsolen! :)
Link:

“Gewalt muss sein” Artikel in der Telepolis (25.8.2007)

Hartmanns Buch “Schluss mit dem Gewalt-Tabu! Warum Kinder ballern und sich prügeln müssen” (erscheint im September)

PS Foto von tbee

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