Archive for March, 2008

“Safer Children in a Digital World” – Neuer Bericht über Kinder und Jugendliche und die neuen Medien

Thursday, March 27th, 2008

Safer children in a digital world Im Auftrag des britischen Premierministeriums führte Tanya Byron – so eine Art promovierte britische Supernanny – eine Metastudie zum Thema Kinder und Jugendliche und die neuen Medien durch. Auf über 200 Seiten kommt sie dabei zu kritischen aber durchaus differentierten Ergebnissen.

Byron erkennt richtig, dass “the internet and video games are very popular with children and young people and offer a range of opportunities for fun, learning and development”. Dabei gibt es aber Gefahren, und sie fordert Kinder und Jugendliche in die Lage zu versetzen, sich sicher im Netz bewegen zu können. Dies, so Byron, kann jedoch kein Prozess von oben herab sein, sondern funktioniert nur, wenn die Kinder eigene Medienkompetenz entwickeln können.

Dabei ist zu beachten, dass Kinder Kinder sind – sie werden immer Barrieren testen, Grenzen überschreiten, Unbekanntes interessant und Verbotenes besonders interessant finden. Erwachsene können, nein: müssen daher Heranwachsenden helfen. Dies gelingt aber nur, wenn sie selber medienkompetent sind. Und dazu müssen sie die “digital divide”, die Wissensgrenze zwischen Alt und Jung, zwischen den digital natives und den digital immigrants (oder gar: non-digitals) überwinden.

Insgesamt ein sehr interessanter Report, wenn er auch nicht zu überraschenden Ergebnissen kommt. Aber schön, dass wir mal drüber geredet haben, und zwar differentiert und ohne eigenes Kalkül, und ohne sich auf die leidige Debatte einzulassen, die, so Byron, “highly polarised and charged with emotion” ist.

Links:

Artikel auf heise.de

Tanya Byrons Homepage

Safer Children in a Digital World: Full Report (PDF, 2,7 MB)

Nur kurz: Jap-Punk.

Wednesday, March 26th, 2008

Mal etwas ganz Anderes hier, das – wie Rene richtig schreibt- selten und abgefahren ist. Das weckt Erinnerungen an längst vergessen geglaubte Tage… :)

PS Thx nerdcore.

Frohe Ostern!

Sunday, March 23rd, 2008

ostern_2008_klein1.JPG

Auch wenn der Ostersonntag etwas durch den Bloghack gestört wird: Euch allen ein frohes Osterfest!

Nur kurz: Noch ein kleiner Beitrag

Sunday, March 23rd, 2008

Dies ist nur ein weiterer kleiner Test-Beitrag aus Maintainance-Gründen. Bitte ignorieren.

Nur kurz: Happy birthday… to phaenorealismus.de

Sunday, March 16th, 2008

Vor einem Jahr habe ich losgelegt, und immerhin:

“Es gibt zur Zeit 122 posts und 69 comments in 29 categories und 0 tags.”

Mein bislang umfangreichstes Blog. Aber da kommt noch was … was Neues… bald :) .

Nur kurz: Sorry for NSFW Spam

Saturday, March 15th, 2008

Sorry für den NSFW Spam unter diversen Blogeinträgen – mein WP scheint hier gehacked worden zu sein. Ich arbeite dran… :/

UPDATE 16/03/2008: So, WP ist ge-updated. Ich hoffe, das Problem verschwindet nun.

Computerspiele vor dem Unterricht – staatlich verordnet

Saturday, March 15th, 2008

schotte.jpgSchottische Grundschüler sollen vor Beginn des Unterrichts 20 Minuten “Dr. Kawashimas: Mehr Gehirn-Jogging” spielen, um danach bessere schulische Leistungen zu erbringen. Und auch andere Spiele sind im Test der schottischen Schulbehörde Learning and Teaching Scotland. Grund: Laut Bericht auf Heise Online habe sich gezeigt, “dass regelmäßiges Spielen vor dem Unterricht die Lernfähigkeit der Kinder fördert und sich die Konzentration verbessert”.

Hmmm, nicht dass ich etwas gegen Computerspiele hätte (ganz bestimmt nicht), aber so der Kürze des Berichtes muss ich mich doch fragen, ob es nicht schlau wäre, die Schüler auf dem Schulhof ans Spielen zu bekommen… statt ans Boxen oder ans Kippe-auf-der-Toilette-rauchen :) .

Link:

Schottische Grundschüler sollen vor dem Unterricht Computer spielen (Artikel auf Heise Online, 15.3.2008)

PS Foto von Altweibersommer

Nur kurz: Blogwalking

Thursday, March 13th, 2008

jo_fields_walking_desk.jpgJonathan Fields verbraucht nach eigenen Angaben 600 Kalorien pro Tag beim Bloggen, indem er seinen Schreibtisch auf ein Laufband verlegt hat. Dort rennt er aber nicht, sondern spaziert eine Meile pro Stunde, so kann er sogar ohne Probleme tippen. Das hört sich gut an – und vermeidet wahrscheinlich sogar die Rückenschmerzen, die jeder Bildschirmarbeitsplatzdrohne drohen (wenn Sie nicht gerade auf einem Aeron sitzen…). Finde ich gut, allerdings glaube ich, dass die “Tischplatte” höher sein könnte …

Link:

How I burn 600 calories a day blogging

PS THX Lifehacker

UPDATE 15.03.08: Sorry für den NSFW Spam unter diesem Blogeintrag – mein WP scheint hier gehacked worden zu sein. Ich arbeite dran… :/

Lifeblog: Info-Workshop “Usability Engineering”

Tuesday, March 11th, 2008

Der Lehrstuhl “Interaktive System und Interaktionsdesign” der Universität Duisburg-Essen, sprich: das Team rund um Prof. Dr. Jürgen Ziegler veranstaltet heute einen Workshop zum Thema “Usability Engineering”. Mit als Referenten dabei sind Jörg und Steffen, und auch Prof. Dr. Marc Hassenzahl. Und ich, als Zuschauer. Ich werde das mal mitbloggen.

9:59: Jörg ist nervös. Glaube ich.

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10:05: Jürgen Ziegler begrüsst und gibt damit den Startschuss zu einer Vortragsreihe, die sich rund um Mensch und Maschine drehen soll. Er weisst auch auf den Schwerpunkt innerhalb der Fakultät und Uni DUE hin: www.innofab.de, die Innovationsfabrik. Zum Start sind es etwa 50 Zuschauer; mal sehen wie viele es später bei Prof. Hassenzahl werden… :) .

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10:20: DAU-Tauglichkeit ist “Auch der Dümmste Anzunehmende User kann mit dem System umgehen”. ISO 9241-11 heisst das dann im Bürokraten-Deutsch.

10:30: Jörg braucht aber bestimmt nicht nervös zu sein – das wollte ich nur noch mal erwähnen. Im Publikum sehe ich Heike, Sabine (ehemalige Kollegin, nun bei VVA), Keywan, Marc, diverse Kommedias, …

10:40: Prof. Dr. Frank Heidmann vom Interaktion Design Lab der FH Potsdam berichtet über Interaction Design als Teil der Corporate Identity. Hierbei handelt es sich um eine Case Study zusammen mit der Deutschen Telekom AG. Zielsetzung war eine “Unified User Experience”. Heidmann bildet an der FH Potsdam Interface-Design Bachelor aus.
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11:15: Prof. Heidmann hat gezeigt, wie sein Studierende und er mit der Telekom Design- und besonders Interaction-Patterns konzernweit identifiziert und in einem für Prototyping und Entwicklung zu nutzenden Pattern Browser implementiert. Dies war sehr aufwändig, und ist noch ein laufender Prozess. Nun ist Kaffeepause. Juppieh!

11:45: Die Kaffeepause ist vorbei, es kam zu nettem Catch-Up mit Keywan und Sabine, und Anja ist auch da (BoaBoa Hurray!). Nun kommt Jörg zu einem meiner liebsten Hassthemen Kontroversthemen: Eyetracking, aeh, sorry Jörg: Blickbewegungsanalyse.

kaffeepause.jpgsabine_und_heike.jpganja_und_steffen.JPGjoerg_vortrag.jpg

11:47: Danke, Jörg, für den Hinweis auf uns Kollegen aus der Psychologie und meine fMRI-Arbeiten am Hahn-Institut. Was ich von mir kenne, sehe ich auch beim Jörg: Die coolen Jungs haben mindestens eine Hand in der Hosentasche… während des Vortrages :) .

joerg_hosentasche_2.JPG

12:04: Jörg ist fertig, und stellt sich den Fragen. “Was kostet so ein Monitor?”, “20-30.000 €”. Good job, Jörg. Prof. Ziegler folgt mit Ausführungen über den neuen ISO-Standard 9241-151. Das “klingt bürokratisch”, und ist der final draft eines Standards zur Web-Usability. Er ist übrigens der Editor dieser Leitlinien.

12:14: “Herzinfarkt durch schlechtes Webdesign” hält Prof. Ziegler für vielleicht etwas übertrieben. Was würde Dr. House dazu sagen? (Ist ja wohl klar: “Everybody lies!”)

12:25: Saal voll.

saal_voll.jpg

12:45: Ziegler bashed kritisiert aus meiner Sicht zurecht die “Zwangsidentifikation” als Privatanwender oder Business-Kunde auf Dells Website. Da habe ich mich schon immer drüber geärgert. Er weist darauf hin, dass laut der entwickelten ISO-Norm alternative Zugangsweisen auf alle Informationen angeboten werden sollten -eine Aufgabe des Webdesigners/Information Architects ist dann ja wohl, nebem dem Usable Design auch noch den Marketing-Leuten die richtigen Nutzungsdaten und Nutzerprofile zu liefern…

12:53; Wir sind alle Füchse auf Karnickel-Jagd! Information Foraging Theory.

14:03: Hmm, lecker, Mensa. Ab jetzt versucht Steffen, die Besucher aus dem Suppenkoma zu holen… Mit multimodalen Interaktionen.

steffen.jpg
14:10: Multimodal ist auch Steffens Vortrag, er redet, zeigt, läuft, wedelt, steppt, manchmal glaube ich vibriert er auch. Richtig multimodal :) . Steffen meint, dass multitouch aus Usability-Sicht zwar sehr vielversprechend aber durchaus problematisch sei. Da bin ich mal gespannt. OK, multiperson ist schwierig, aber durchaus machbar.

14:20: Auf dem Weg zur Toilette fällt mir auf: Die Usability-Guys and -gals sind ebenso schwarz in ihrer Bejackung wie wir Psychologen und wie Architekten. Viel Spass beim Jacke-raussuchen ;) .

black_jacket1.jpgblack_jacket2.jpg

14:27: Noch ein Steffen (der vom FIT) ist da, und Mark auch.

14:41: Steffen übergibt an Jörg, und nun gehts um die Spiele-Wurst: Game-Usability. Mit beiden Händen in den… Ach, lassen wir das ;) . (PS: Ich habe mich in der Pause schon für meinen Kommentar “entschuldigt” ;) ). Jörg stellt auch das Game Technology Competence Center am Campus vor, an dem er aus meiner Sicht ganz zentral beteiligt ist – nicht zuletzt durch seine Kontakte zu Ubi Soft.

14:46: Jaaaa, er hält sich mit beiden Händen am Pult fest!!! Gut so…

14:46: Jörg stellt eine Reihe von Gestaltungsfaktoren für Computerspiele vor – also die Dinge, die – wenn sie denn richtig gestaltet sind – uns Spass machen und im Zweifelsfall Tage unserer Lebenszeit kosten… Am Beispiel WOW, HL2, Lara … und Monkey Island!

(Bei Monkey Island gab es anerkennendes Raunen, aber auf die Frage, wer es schon mal gespielt habe, haben sich weniger als eine Handvoll Personen gemeldet… SInd Games noch nicht in der Mitte der Usability-Community angekommen? ;) )

(Bei WOW fällt mir doch noch das ein…)

15:19: Jörg ist fast fertig, und leitet mal vorsichtig auf Hassenzahls Vortrag über. Aber vorher gibt es noch eine Kaffeepause!

15:46: Ich hole weit aus, und zappel, und Anja hat’s auch noch fotografiert. Danke Anja.

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15:52: So, jetzt mal einer von uns: Prof. Hassenzahl ist Psychologe, und er behauptet, dass interaktive Produkte mehr als nur Werkzeuge sind. Und er illustriert das an … einer Software? … einem Spiel?… einem Handy? Nein, an Pumps! Und zitiert Don Norman… noch ein Psychologe.

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16:14: SyncDecor: Appliances for Sharing Mutual Awareness between Lovers Separated by Distance Ui – Mülleimer 2.0 :) . Und Prof. Hassenzahl misst die hedonischen und praktischen pragmatischen Aspekte mit seinem AttrakDiff.

16:39: Prof. Hassenzahl stellt sich den Fragen. Und antwortet am Beispiel eines “schöner” gestalteten Userinterfaces für Siemens Computertomografen! Ob das die Leute im Hahn wissen… da muss ich mal den Stefan Maderwald fragen…

16:54: “Es gibt in meinen Untersuchungen keine Geschlechtsunterschiede – Frauen und Männer finden ähnliche Dinge schön!” Da sind wir wieder bei den Pumps??? ;)

Das war eine interessante Veranstaltung, und ich denke, viele Zuschauer haben neue Eindrücke mitgenommen. Danke ans Team von prof. Ziegler.

UPDATE 15.03.08: Sorry für den NSFW Spam unter diesem Blogeintrag – mein WP scheint hier gehacked worden zu sein. Ich arbeite dran… :/

Nur kurz: Präsentationsfreude.

Wednesday, March 5th, 2008

Thieme, A., Heineken, E. & Schulte, F.P. (2008). Dachdeckerausbildung oder doch lieber Psychologiestudium? – Interaktive Berufsberatung auf Grundlage online erfasster Persönlichkeitsprofile. Vortrag auf der 7. Fachtagung für Psychologiedidaktik und Evaluation, 2.-3. Mai 2008, Frankfurt am Main.

Auf dieser Tagung – die sowas wie unsere Haustagung ist – halten wir noch einen Vortrag … ich liefere den Titel noch nach…

Und worüber ich mich besonders freue, weil es die Chance ist, mal meine Interaktion mit Mark Bormann zu belegen: Bormann, M. & Schulte, F.P. (2008). Virtual Reality as Tool and Topic – Messmethoden in virtuellen Realitäten. Eingeladener Vortrag im Rahmen der interdisziplinären Vortragsreihe “Virtuelle Realität”, 3. Juni 2008, Universität Chemnitz.