Archive for the ‘Allgemeine Psychologie’ Category

Programm zur Vortragsreihe “Virtuelle Realität” an der TU Chemnitz

Tuesday, April 15th, 2008

Am 3. Juni werden Mark Bormann vom Lehrstuhl für Mediendidaktik der Uni DUE und ich einen eingeladenen Vortrag im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe an der TU Chemnitz zum Thema “Virtuelle Realität” halten. Veranstalter dieser über das gesamte Sommersemester laufenden Veranstaltung ist Prof. Dr. Klaus Sachs-Hombach, Inhaber der Professur Philosophie mit dem Schwerpunkt Kognitionswissenschaft an der TU Chemnitz.

Unser Thema ist “Virtual Reality as Tool and Topic – Messmethoden in virtuellen Realitäten”, und wir werden mal über die verschiedenen Forschungsaktivitäten “unserer” Abteilungen an der Universität Duisburg-Essen berichten. Wir sind in guter Gesellschaft: Prof. Dr. Winfried Marotzki (Universität Magdeburg) wird den Bogen von Online-Communities zum social networking schlagen; Dr. Jörg Schirra (auch Universität Magdeburg) betrachtet die Funktion von Bildern in Computerspielen unter Aspekten der Immersion, Interaktion und Virtualität; Prof. Dr. Peter Ohler (TU Chemnitz) berichtet über Sozialen Präsenz und seine Versuche, evolutions-psychologische Konstrukte zur Operationalisierung dieses Phänomens in Massiven Multiplayer Online-Rollenspielen zu nutzen. Wer zufällig in der Nähe ist, ist natürlich herzlich eingeladen!

Link:

Pressemitteilung der Uni Chemnitz

Nur kurz: Don’t make me think!

Sunday, April 13th, 2008

Bruce Sterling, Sci-Fi-Autor und Enfant Terrible, findet auf seinem Vortrag anlässlich des Innovationsforums 2007 kurze Worte für das, was wir heute von unseren Computern, MP3-Playern, Home-HiFi-High-Def-Equippment, Computerspielen, Lernsoftware erwarten: From software to Global-Ware or Airplane-Carrier-Ware: When I interface with my toothbrush: Don’t make me think!


Bruce Sterling from Innovationsforum on Vimeo.

PS: LOL: “My friend bougth the new Apple iBrush!” ;)

Suche Versuchsteilnehmer! Biete Gold und Einsicht!

Sunday, February 10th, 2008

fmri_schulte_1.jpgSo, es geht in die nächste Runde unserer Experimente am Hahn-Institut. Und hierfür suche ich mal wieder Versuchsteilnehmer (*). Diesmal haben wir alles (noch) etwas besser organisiert, daher muß jeder Versuchsteilnehmer nur einen Tag einkalkulieren, an dem wir morgens in der Zeche Zollverein, und abends im Klinikum in Essen messen. Wer Interesse hat, darf sich gerne bei mir unter frank punkt schulte at uni minus due punkt de melden. Als Belohnung gibt es neben 50€ auch Einblicke sowohl in Experimente mit bildgebenden Verfahren (in unserem Fall fMRI) als auch in den eigenen Kopf :) .

Es werden im Moment 4 Personen pro Messtermin benötigt. Voraussetzung für eine Teilnahme sind (annährend) Normalsichtigkeit oder Kontaktlinsen, keine großflächigen Tatoos, keine Spirale als Verhütungsmittel, kein Klaustrophobie, denn es geht zweimal in eine Tomografen-Röhre, jeweils für ca. 25 Minuten. Es gibt zwei Termine: 22. Februar und 28. März, es dauert so ca. von 10.00 Uhr morgens bis 19.00 Uhr abends, ich fahre mit meinem PKW und kann Euch mitnehmen. Und nochmal: Teilnehmer brauchen nur an einem der beiden Tage zu kommen

(*) Normalerweise finde ich es doof, das extra zu schreiben, aber hier macht es Sinn: Mit “Versuchsteilnehmer” sind weibliche und männliche Menschen gemeint…

Digitale Spiele als Herausforderung und Chance

Tuesday, December 4th, 2007

kokonga.jpgMeine Kollegin (und gute Freundin) Heike Ollesch wird am Samstag auf den 15. Leipziger Informatik-Tagen über unser Computerspiel “Kokonga” berichten, das wir auch schon auf der Didacta vorgestellt haben. Viel Spass, Heike!

(Ollesch, H., Heineken, E., & Schulte, F.P. (2007). Kokonga РEin Online-Spiel zur F̦rderung der Selbstregulation der eigenen Aufmerksamkeit bei Grundschulkindern. Vortrag auf den 15. Leipziger Informatik-Tagen, 7.-8.12.2007; siehe auch hier)

Nur kurz: Inside your (animated) brain …

Saturday, December 1st, 2007

fmri_schulte_1.jpg

So langsam zeigen sich erste Ergebnisse der fMRI-Studien, an denen ich beteiligt bin. Im Bild zu sehen ist die Hirnaktivität eines unser Versuchsteilnehmer, die auf das Sehen bestimmter, sich bewegender visueller Stimuli zurückzuführen ist. Die Besonderheit hier: Es ist eine Aufnahme mit einer Feldstärke von 7 Tesla – normal sind 1,5 bis 3 Tesla. (Ein Klick auf das Bild vergrößert selbiges.)

Mad scientist?

Monday, July 9th, 2007

fps_hahn_institute.jpgNaja, besser “Scientist” als “Spezialist”, oder? Hatte ich auch schon mal, und das ist so… so… egal. Fast so gut wie “Experte“. ;) Nee, im Ernst: Ich freue mich auf die Versuchsreihen dort. Der Tomograf ist so stark, dass es mir beim letzten Mal die Brille fast von der Nase gehoben hätte, und unsere Kugeln aus Aluminium, die wir eigendlich heben lassen wollten, wurden auch durch dubiose “Störströme” beinflusst. Nun haben wir welche aus POM, die sollten funktionieren. Sollte sich jemand mal in einen 4 Meter langen 7 Tesla-Tomografen legen wollen, dann kann er sich gerne mal bei mir melden … Versuchsteilnehmer brauch ich immer … :)

PS: Die Website brauch’ noch etwas, offensichtlich: www.hahn-institute.de. Die Eröffnung ist aber auch erst am 29. August.

“Gestalt und Kunst” – In memoriam Rudolf Arnheim

Saturday, June 23rd, 2007

arnheim.jpgIch weiß, dass ich ein paar Tage zwei Wochen zu spät bin, aber trotzdem: Am 9. Juni starb im Alter von 102 (!) Jahren Rudolf Arnheim, Gestaltpsychologe, Schüler von Wertheimer, Köhler und Lewin (wow! Das muss ja was hängen bleiben…) und Begründer einer gestaltpsychologisch orientierten Kunstpsychologie und -pädagogik. Der Professor, der u.a. in Harvard und an der University of Michigan in Ann Arbor unterrichtet hatte, setzte vor allen Dingen mit seinem Buch Art and Visual Perception von 1954 ein Zeichen, indem er eine allgemeine Ästhetik auf Grundlage der Wahrnehmungstheorie der Gestalttheorie postulierte, und damit Empirie und Ästhetik unter einen Hut brachte: “Mir ging es also darum, dass alles Denken von den Sinneserfahrungen abhängt. Das Seelische ist meinem Verständnis nach, was wir durch die Sinne erfahren. Denn wenn ein Mensch oder ein Tier oder auch eine Pflanze keine Sinneseindrücke hat, dann ist sie ja tot, dann kann sie ja nicht leben. Denn es gibt keinen anderen Hintergrund, als was wir durch die Sinne von der Natur empfangen.” (Ich habe das Zitat hier geliehen).

Nach ihm ist übrigens schon zu Lebzeiten der Rudolf Arnheim Award for Outstanding Achievement in Psychology and the Arts der American Psychological Association benannt worden.

Links:

Wikipedia Artikel zu Rudolf Arnheim

Nachruf im Heise Newsticker

Nachruf im Deutschlandfunk

Rudolf Arnheim Forum

Award Seite der APA

Extramodal statt intermodal

Thursday, May 17th, 2007

Im Rahmen meines Dissertationsprojektes beschäftige ich mich mit der Zusammenarbeit der Sinne, genauer: Mit der Zusammenarbeit von Sehen und Greifen. Hören habe ich nicht im Programm, aber da gibt es ja zum Glück andere, auch wenn ihre Herangehensweise etwas … anders ist: Ich liebe Stelarc. Verrückter Aussie.

Link:

Stelarcs Site

“There are no visual media”

Friday, March 23rd, 2007

mediaarthistories.jpgWJT Mitchell, Professor für Anglistik und Kunstgeschichte an der Universität Chicago, stellt diese zunächst kühn anmutende Behauptung in seinem gleichnamigen Beitrag zu Oliver Graus neu erschienenem Buch MediaArtHistories auf. “All media are, from the standpoint of sensory modality, mixed media”, und darüber, so Mitchell, gäbe es wohl Konsens. Selbst bei Gemälden, der vermeintlich “reinsten” visuellen Kunstform, ist doch Sprache (im Sinne von Gedächtnisinhalten?) oder aber auch die Oberflächenstruktur des Gemäldes enthalten. Mitchell, ganz plakativ: Was ist ein Gemälde von Jason Jackson Pollock, wenn man nicht weiß, dass es ein Gemälde von Jason Jackson Pollock ist? “Nothing but wallpaper.”

Warum aber wird dem Visuellen so viel Aufmerksamkeit gewitmet? Mitchell sieht dafür kaum Rechtfertigung; er warnt gar vor einer Fokussierung auf das, was zu sehen ist. Mit Beispielen illustriert, zweifelt er die Ãœberlegenheit des visuellen Sinneskanals über die anderen Modalitäten an, und ruft dazu auf, vom visuellen Sinn aus eine multimodalere Sicht auf die Dinge, besonders auf Medien und Kunst einzunehmen. Die Beschäftigung mit den Unzulänglichkeiten des Begriffes “visual media” werde helfen, einen umfassenderen, kritischeren Diskurs anzuregen – “because there is no visual media that we need a concept of visual culture”.

Ich kann den Aussagen von Mitchell nur zustimmen; auch in Arbeiten an denen ich beteiligt bin zeigt sich, dass der visuelle Sinneskanal zwar immens wichtig aber vermutlich nicht so entscheidend ist, wie vielfach angenommen. Besonders interessant sind in diesem Zusammenhang die Gelegenheiten, in denen es zu “Störungen” in der Zusammenarbeit der verschiedenen Sinne kommt – wie etwa bei Täuschungsphänomenen.

Mixed media könnte man übrigens meiner Meinung nach auch hybrid media nennen, deren wahrgenommene Inhalte dann Artefakte in hybriden Realitäten sind … (Heineken & Schulte, 2007 :) ).

Link:
Oliver Graus Buch MediaArtHistories

PS: Diese Erkenntnisse wird übrigens den Alleinherrschaftsvertretern des (bewegten) Bildes sehr weh tun, verstehstverstehst? ;)

Feel the flow…

Thursday, March 8th, 2007

flow.jpg… mit dem Onlinespiel Flow: “The game features an abstract aquatic world inviting player to dive in, to learn, to explore, to survive…”. Mihaly Csikszentmihalyi wäre bestimmt stolz auf die Macher, denn das Spiel läd geradezu dazu ein, eben diesen Status des Flow, des zufriedenen-in-etwas-aufgehen, zu erleben. Und das alles ohne viele Regeln, ohne Schwert und Kanone, ohne PS3 und x1950,… Enjoy.

Link:
Flow