Archive for the ‘Allgemein’ Category

DUE you play? Vortragsreihe zu Games Research@Uni DUE

Friday, April 24th, 2009

DUEyouplay.deZusammen mit J̦rg Niesenhaus organisiere ich DUEyouplay (www.dueyouplay.de) Рhier der Hinweis auf die erste Veranstaltung am 4.5.2009:

Digitale Spiele sind ein höchst erfolgreiches und in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewinnendes Medium und damit auch häufig Gegenstand gesellschaftlicher oder medialer Debatten; sie stehen aber auch im Mittelpunkt vieler spannender Forschungsarbeiten unserer Universität. Der interdisziplinäre Charakter des digitalen Spiels hat bereits zu einigen fruchtbaren Kooperationen zwischen einigen Fachbereichen, Abteilungen und Lehrstühlen der Uni Duisburg-Essen geführt und wir möchten diese Idee gerne in Form der Initiative DUEyouplay? aufgreifen und weiter vorantreiben.

Der Kern der Initiative ist ein gemeinsames regelmäßiges Treffen mit Vorträgen, Diskussionsrunden und – selbstverständlich – dem gemeinsamen Spielen. Darüber soll die Plattform www.dueyouplay.de den Wissensaustausch untereinander unterstützen und zusätzlich die Sichtbarkeit unserer Universität als Standort für Forschung im Bereich digitaler Spiele erhöhen.

Zu unserem ersten gemeinsamen Treffen am Montag, den 4.5. um 18 Uhr im LF 122 möchten wir  ganz herzlich einladen! Diego Compagna wird als (Spiel-) Soziologe die allgemeine Frage der Spielsoziologie, wie das Verhältnisses zwischen Spiel(en) und Gesellschaft zu beschreiben ist, in Bezug auf digitale Spiele stellen. Was verraten sie uns über die Gesellschaft in der sie gespielt werden? Geht es spielenden Menschen wirklich nur ums Spielen, ganz gleich womit und was; oder sollten wir Ted Friedmans Aussage “Computer games, after all, are where we go to play with the future.” ernst nehmen? Laut Diego gibt ein paar SoziologInnen – auch an unserer Uni – die das tun: Was dann passiert, wird Diego versuchen zumindest Ansatzweise darzustellen! Jörg Niesenhaus wird über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Game Interface berichten: Game Interfaces sind eine Komposition aus Hardware und Software und bilden das Bindeglied zwischen Spiel und Spieler. Die ersten kommerziellen Spiele wurden vorrangig mit Drehknöpfen, Schaltern und Joysticks gespielt, während die heutige Spielelandschaft ein viel größeres Spektrum an Game Interfaces abbildet: Tanzmatten, Bongo-Trommeln, bewegungssensitive Wii-Remotes und Kamerasysteme erfreuen sich neben Gamepad, Maus und Tastatur großer Beliebtheit. Doch wie sieht die Zukunft des Game Interfaces aus? Inwieweit sind die Interfaces von der Technik der Konsolen und Computer abhängig? Der Vortrag wird aktuelle Trends aufgreifen und einen Blick in die Zukunft werfen, um darauf aufbauend eine Prognose für die kommenden Jahre zu geben.

Darüber hinaus wird natürlich wieder gespielt. Beginn von DUE you play? am 4.5. ist um 18 Uhr s.t., der Veranstaltungsort ist der Raum LF 122 auf dem Campus Duisburg. Wir freuen uns auf einen regen Wissensaustausch, spannende Diskussionen und Möglichkeiten neuer Kooperationen und gemeinsamer Projekte

ÃœBER DIE REFERENTEN:

Diego Compagna ist seit 2003 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Frau Prof. Karen A. Shire (Ph.D.) im Institut für Soziologie der Universität Duisburg-Essen tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Techniksoziologie und soziologischen Theorie. Mit dem Thema Spiel(en) – insbesondere mit digitalen Spielen – beschäftigt er sich dort seit ca. 2 Jahren. (www)

Jörg Niesenhaus ist Mitarbeiter am Lehrstuhl Interaktive Systeme und  Interaktionsdesign der Uni DUE und beschäftigt sich in Forschung und Lehre intensiv mit Spieletechnologien. Dazu gehören u.a. die Entwicklung und Evaluation von Game Interfaces, die Erforschung neuer Storytelling-Technologien, der Einsatz von Serious Games, die Entwicklung und Verwaltung nutzergenerierter Inhalte und die Gestaltung des Knowledge Managements im Rahmen kreativer und agiler Prozesse.
Vor und während seiner Zeit an der Universität Duisburg-Essen war er mehr als 11 Jahre in der Spieleentwicklung tätig und an der Entstehung von mehr als einem Dutzend Spielen beteiligt (u.a. Die Sielder, Battle Isle). Neben der universitären Forschung bloggt Jörg Niesenhaus zum Thema „Game Usability“ und ist Mitglied in der Akademie des deutschen Entwicklerpreises. Er ist zudem als freier Berater für Firmen im Bereich Game Usability und Game Design tätig und berät Unternehmen und Institutionen beim Einsatz von Serious Games. (www)

(fps)

Update 20.05.2009: Das hat Spass gemacht! Und es wurde auch drüber berichtet!

BOA 1.0 – powered by Provadis -

Tuesday, February 3rd, 2009

BOA - powered by Provadis -Eines der Projekte des vergangenen Jahres war die Entwicklung von “BOA- Die Berufsorientierungs-assistentin”, einer interaktiven Online-Berufsberatung für Schulabsolventen. Basierend auf Hollands Vocational Choice Theory gibt BOA den Nutzern Hinweise auf die eigenen beruflichen Interessen und regt damit an, sich mit dem Thema Berufswahl zu beschäftigen. Das ist wichtig, denn obgleich die Wahl des Berufes eine der bedeutsamstem Entscheidungen im Leben eines jungen Menschen ist, wird sie häufig unüberlegt getroffen. Dies zeigen die Studien- und Ausbildungsabbrecherzahlen. In Kooperation mit unserem Partner Provadis ist die BOA nun 1.0 geworden; ich freue mich über diesen Erfolg zusammen mit Herrn Heineken (Konzept, Leitung), Anja Thieme (technische Realisation, Joblisten) und Sarah Hüttenberend (Design).

Nur kurz: 5 Viralmythen (sprich: Irrtümer) zu Computerspielen

Wednesday, October 1st, 2008

Benedikt Köhler vom Viralmythen-Blog hat sich die Mühe gemacht, und die letzte Studie des renomierten PEW-Institutes mal gelesen und zusammengefasst. Er kommt auf 5 Irrtümer über Computerspiele:

1. Computerspielen ist nur eine Nischenbeschäftigung? Falsch.
2. Computerspielen tun nur die Jungs, während die Mädchen lieber miteinander reden? Falsch.
3. Computerspiel = Ballerspiel? Falsch.
4. Computerspiele machen einsam? Meistens falsch.
5. Computerspiele fördern asoziales Verhalten? Falsch.

Mir fehlt dabei der Hinweis, dass wenn es tatsächlich stimmt, dass 97% der Kinder und Jugendlichen Computerspiele spielen (Zitat “Game playing is universal, with almost all teens playing games”), wir es immerhin mit 3% der jungen Bevölkerung zu tun haben, die sich “auffällig” verhält. Wie lange wird es dann wohl duaern, bis ich in meinen Veranstaltungen mit der Frage konfrontiert werden: “Muss ich mir Sorgen machen, wenn meine Tochter so gar nicht zocken möchte?”

Links:
5 Irrtümer über Computerspiele

Teens, Video Games and Civics: Teens’ gaming experiences are diverse and include significant social interaction and civic engagement (Studie des PEW, PDF)

Nur kurz: 10 Jahre Google, 7 Jahre ich im Index :)

Wednesday, October 1st, 2008

Google lässt sich anläßlich des 10-jährigen Firmengeburtstages auf dem Stand von 2001 durchsuchen. Und ja: Ich war damals schon im Index. Hihi. Leider ist die Seite die damals indiziert wurde, nicht mehr vorhanden, aber das Internetz vergisst nix (Lahmer Link, ist ja schon was her ;) ).

PS Thx spreeblick.

Lehre im kommenden Wintersemester 2008/2009

Tuesday, September 30th, 2008

schulte_vl_2.jpgSo, obgleich immer noch nicht feststeht, wer mein neuer Chef im kommenden Semester im Fachgebiet Allgemeine Psychologie: Kognition wird, hier für alle Interessierten mein Lehrangebot für das Wintersemester 2008/2009:

  • Seminar Allgemeinpsychologische Vertiefung: Emotion
    Zeit:            Dienstags Mittwochs, 10-12 Uhr
    Ort:            LK 052 LB 239
    Zielgruppe:        Komedia MA
    Beschreibung:Im Rahmen der Veranstaltung werden wir uns mit der Rolle von Emotionen für die Gestaltung interaktiver Systeme beschäftigen. Die erste Hälfte des Seminars werden Kurzreferate gehalten, in der zweiten Hälfte werden wir ein Forschungsprojekt in diesem Feld durchführen.
    Voraussetzung für den Erwerb eines Leistungsnachweises sind Grundkenntnisse in Allgemeiner Psychologie (i.d.R. Besuch und Schein in der Vorlesung), regelmäßige Teilnahme, Halten eines Kurzreferates (incl. kurzer Ausarbeitung) sowie Beteiligung an der Durchführung des Forschungsprojektes.
    Literatur: Zum Einstieg: Kapitel 2 „Motivation, Volition und Emotion“ inMüsseler, J. & Prinz, W. (Hg.)(2002). Allgemeine Psychologie. Heidelberg: Spektrum. Diener, E. (1999). Special section: The structure of emotion. Journal of Personality and Social Psychology, 76, 803-867. Hassenzahl, M., Burmester, M., & Koller, F. (2003). AttrakDiff: Ein Fragebogen zur Messung wahrgenommener hedonischer und pragmatischer Qualität. In J.Ziegler & G. Szwillus (Eds.), Mensch & Computer 2003. Interaktion in Bewegung (pp. 187-196).  Stuttgart, Leipzig: B.G. Teubner.
  • Forschungsprojekt Allgemeine Psychologie II (zusammen mit dem Lehrstuhlinhaber)
    Zeit:            Dienstags, 12-14 Uhr
    Ort:            LE 222
    Zielgruppe:        Komedia MA
    Beschreibung: Im Rahmen des Forschungsprojektes II werden laufende Forschungsarbeiten des Fachgebietes betreut, u.a. „Imagery in fMRI“. Eine Vorbesprechung findet am 14. 10. um 10.00 Uhr in LK 052 statt.
  • Propädeutikum Kognitionspsychologie
    Zeit:            Dienstags, 14-15 Uhr
    Ort:            LE 222
    Zielgruppe:        Komedia MA mit Schwerpunkt Informatik
    Beschreibung: Diese Veranstaltung ist für Studierenden des Studiengangs Komedia mit Informatik-Schwerpunkt im Master gedacht. Eine Vorbesprechung findet am 14. 10. 15.10. um 10.00 Uhr in LK 052 LB 239 statt.
  • Ãœbung zur Veranstaltung „Experimentelle Methoden“
    Zeit:            Montags, 16-18 Uhr
    Ort:            SG 135
    Zielgruppe:    TeilnehmerInnen der Veranstaltung „Experimentelle Methoden“
    Beschreibung: Die Veranstaltung begleitet die Vorlesung „Experimentelle Methoden“. Es werden Übungsaufgaben besprochen, und exemplarische Studien zu den Vorlesungsinhalten präsentiert. Literatur: Kerlinger, F.N. & Lee, H.B. (1992). Foundation of behavioral research (4th ed.). Wadsworth Publishing. Drüber hinaus: Huber, O. (2005). Das psychologische Experiment: Eine Einführung. Bern: Huber. Sarris, V. & Reiß, S. (2005). Kurzer Leitfaden der Experimentalpsychologie. München: Peason Studium. Westermann, R. (2000). Wissenschaftstheorie und Experimentalmethodik. Göttingen: Hogrefe.

Ich denke, es wird in jeglicher Hinsicht ein spannendes Semester.

€dit: Bitte beachten Sie die Terminänderungen!

Nur kurz: Massive multiplayer online guitarplaying game?

Sunday, September 14th, 2008

Logo JamLegendHehe, das gibt eine neue Abkürzung: MMOGG, was sich nicht weit entfernt von MOOG anhört, was wiederum auch gut passen würde: JamLegend soll ähnlich wie Guitar Hero oder Rockband funktionieren – nur im Browser und im Zusammenspiel/Gegenspiel mit “vielen” Spielern im Netz. Das könnte rocken, denn sie versprechen eine “potentially unlimited song list”, weil sie – man höre und staune im Web 2.0 – aufstrebenden Künstlern die Möglichkeit geben wollen, ihre Songs in JamLegend einzuspeisen. Und für die Spieler soll es umsonst (im Sinne von “free”) sein.

Es ist im Moment noch eine private Beta, aber ich finde, das hört sich sehr vielversprechend an… MMOGG 2.0, sozusagen (obgleich es ja kein 1.0 gab…).

Link:
Jam-Legend

PS Thx, valleywag.

PPS: Hatte ich schon erwähnt, dass ich Guitar Hero bei Amazon.de für unschlagbare 48,95 Euro gekauft habe? Da muss wohl jemand aus Versehen den Einkaufspreis reingesetzt haben … denn nu’ kostet es wieder 100,00 Euro… hehe, da scheint die Sonne, das gibt Eltern-Medienkompetenzabende mit Gitarrenbegleitung!

Nur kurz: Top15: Was ist Media Art?

Friday, September 12th, 2008

Nearfuturelaboratory Top 15Nearfuturelaboratory hat die Top 15 der Indikatoren aufgestellt, die andeuten, dass es sich bei einem Kunstwerk um ein Medienkunstwerkprojekt handelt. :) Besonders nachvollziehen kann ich Nummer 9: “The exhibition curators insist that you spend hours standing by your own wall text so that you can explain to attendees ‘how it works’”

Was mich an “Body and mind” erinnert und dass ich es noch bloggen wollte… darn.

Link:
Top 15 Criteria that define “interactive” or “new media” art 

PS: Thx Jason Kottke

Nur kurz: Happy Birthday. Was wäre die Welt ohne Google?

Wednesday, September 3rd, 2008

birthday_cake.jpgNaja, wohl die Welt. Aber trotzdem: 10 Jahre alt heute, und MANN! Was für einen Unterschied haben die Jungs gemacht. Vom einfachen Design ihres Flagschiffes (ohne Werbung auf der populärsten Startseite der Welt!) über eine coole Anwendung nach der nächsten (Earth, Docs, Analytics, Scholar, Chrome!) bis hin zum sprichwörtlichen “Information at your fingertips!”. Obgleich dieser Spruch beim großen Konkurrenten geborgt ist, gilt er doch für DIE Info- und Onlinewerbebroker der Netz-Welt am allerbesten. Und auch wenn dem ehemaligen Anglisten in mir sich dabei die Harre aufstellen: Wer es schafft, mit seiner Marke innerhalb von nur einem Jahrzehnt souverän im deutschen Sprachgebrauch zu landen, der muss nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben.

Am I feeling lucky today? Yes, I am. Congratulations, Google.

PS: Foto von dee m

Nur kurz: Top-Ten der Psychologie Videos

Friday, August 8th, 2008

PsychCentral hat sie aufgestellt: Die Top-Ten-Liste der Psychologie (und Psychiatrie-) Videos. Neben einer Reihe von TED-Talks (immer wieder sehenswert, nicht nur zum Thema Psychologie) ist natürlich auch das Stanford-Prison-Experiment aus dem Jahr 1971 von Ex-APA-Präsident und Mega-Bookseller Philip “Ziegenbart” Zimbardo dabei.

Top Ten Psychology Videos

PS Thx Jason Kottke

Die Bits und Bytes mit der Muttermilch aufgesogen? Rolf Schulmeister über die Net-Generation

Monday, July 28th, 2008

digital_natives.jpgRolf Schulmeister vom Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung der Universität Hamburg beschäftigt sich in einem Ãœberblicksartikelbuch mit der Frage, ob und wie die Digital Natives- also die Jahrgänge, die mit den digitalen Medien und dem Internet aufgewachsen sind – einen Unterschied für die Bildungsarbeit machen. Nach einem Ãœberblick über die schon publizierten Arbeiten zu diesem Thema (u.a. von Claudia de Witt, bei der ich auch studiert habe), sieht er sich die Datenbasis an, und kommt schlussendlich zu 9 Thesen. Schulmeister stellt u.a. fest, dass die Beschäftigung der Generation @ mit Medien ist nur ein “integrierter Teil ihrer gesamten Freizeitaktivitäten [ist], deren primäres Ziel das Gewinnen von
Freundschaften und das Zusammensein mit Freunden ist.”, und dass „The Internet just is“. Schulmeister: “Fasst man Freizeitziele, Ziele des Mediengebrauchs und Intentionen der Computernutzung usammen, so zeichnet dieses Ensemble sozialer Aktivitäten ein durchaus traditionelles Bild vom Prozess des Erwachsenwerdens. Freundschaften
pflegen und mit Peers kommunizieren sind seit jeher die wichtigsten Sozialisationsziele gewesen.”

Schulmeister arbeitet das Feld in seinem Buch sehr gut und übersichtlich auf. Seine Thesen sind stimmig, sein Blick auf die Daten kritisch. Und die Phänomene bestätigen seine Thesen: Web 2.0, anyone?

Link:

Buch “Gibt es eine Net Generation? Work in progress” (PDF, via mekonet)

PS: Foto von oso