Archive for the ‘Medien’ Category

Nur kurz: Happy Birthday. Was wäre die Welt ohne Google?

Wednesday, September 3rd, 2008

birthday_cake.jpgNaja, wohl die Welt. Aber trotzdem: 10 Jahre alt heute, und MANN! Was für einen Unterschied haben die Jungs gemacht. Vom einfachen Design ihres Flagschiffes (ohne Werbung auf der populärsten Startseite der Welt!) über eine coole Anwendung nach der nächsten (Earth, Docs, Analytics, Scholar, Chrome!) bis hin zum sprichwörtlichen “Information at your fingertips!”. Obgleich dieser Spruch beim großen Konkurrenten geborgt ist, gilt er doch für DIE Info- und Onlinewerbebroker der Netz-Welt am allerbesten. Und auch wenn dem ehemaligen Anglisten in mir sich dabei die Harre aufstellen: Wer es schafft, mit seiner Marke innerhalb von nur einem Jahrzehnt souverän im deutschen Sprachgebrauch zu landen, der muss nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben.

Am I feeling lucky today? Yes, I am. Congratulations, Google.

PS: Foto von dee m

Nur kurz: Computerspiele machen schlau und fett.

Thursday, August 28th, 2008

Na, so in einem Satz formuliert ist das ja mal was Plakatives Neues. Dietrich Dörner, emeritierter Psychologieprofessor aus Bamberg und dem geneigten Leser durch seine Psis bekannt, hat sich in der Welt zum leidigen Thema Games und Aggression gemeldet. Und er vertritt dort eine recht reflektierte und – mann lesen uns staune – durch eigene Spielpraxis  fundierte Meinung :”Ich spiele gern Medieval 2 Total War, wo es um Schlachten des Mittelalters geht. Das mag ich, obwohl es moralisch höchst bedenklich ist.” Auf die Frage, ob seine Wissenschaft denn Negatives über Computerspiele herausgefunden habe, antwortet er, dass im Moment eher viel Positives herausfände. Zu Herrn P. aus N. sagt er dann auch “Das ist nicht der Wissenschaft, sondern dem politischen Bereich zuzurechnen.”

Link: Artikel in WeltOnline

PS Ich geh mich jetzt mal wiegen … soll ich danach noch einen HAWIE-R machen?

Nur kurz: Back & bloggin’

Thursday, August 28th, 2008

So, ich bin aus meiner Diss-Klausur wieder zurück, und im richtigen Leben gelandet. Und werde die letzten 14 Tage aufholen, auch hier, im Blog.

Und hier schon mal was zum Staunen: DAS ist ein großer Monitor, oder: Dinge, die wir im Gelsenkirchener HBF wohl nie zu sehen bekommen werden … :)

Nur kurz: Top-Ten der Psychologie Videos

Friday, August 8th, 2008

PsychCentral hat sie aufgestellt: Die Top-Ten-Liste der Psychologie (und Psychiatrie-) Videos. Neben einer Reihe von TED-Talks (immer wieder sehenswert, nicht nur zum Thema Psychologie) ist natürlich auch das Stanford-Prison-Experiment aus dem Jahr 1971 von Ex-APA-Präsident und Mega-Bookseller Philip “Ziegenbart” Zimbardo dabei.

Top Ten Psychology Videos

PS Thx Jason Kottke

Nur kurz: The neuroscience of magic

Tuesday, August 5th, 2008

Auf der Suche nach den Rätseln der Menschheit machen die Neurowissenschaften auch vor einer der letzten Bastionen des Entertainment-Business nicht halt: der Magie. In Nature Reviews Neuroscience ist ein Artikel erschienen, in dem zwei Neurowissenschaftler in Zusammenarbeit mit fünf Magiern (u.a. Teller von Penn & Teller) eine Reihe von Tricks und Illusionen aus der Neurowissenschaftlichen Perspektive beleuchten. Bleiben am Ende *PUFF* dann doch wieder nur die Unzulänglichkeiten des menschlichen Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitssystems übrig …?

Link: Nature Reviews Neuroscience-Artikel Attention and awareness in stage magic: turning tricks into research von Macknik, King, Randi, Robbins, Teller, Thompson & Martinez-Conde

PS Thx u.a. boingboing

mind and body – Einladung zur Installation

Monday, August 4th, 2008

mindandbody.jpgDie Einleitung der frei gewollten Handlung scheint im Hirn unbewußt einzusetzen, und zwar deutlich bevor die Person sich dessen bewußt ist, dass sie handeln will! Gibt es also irgendeine Rolle für den bewußten Willen beim Vollzug einer Willenshandlung?“ (Benjamin Libet, 2004)

Am kommenden Sonntag, dem 10. August, werde ich im Rahmen der Ausstellung “1raum-2wege: Arbeiten von Mariele Schulte und Angelika Wand-Schmitt” eine neue Installation vorstellen: mind and body.  Seit Menschengedenken steht die Frage im Raum, wie Körper und Seele im Menschen zusammenspielen, ob und wie sie miteinander funktionieren und agieren. In der letzten Zeit ist die Diskussion neu entfacht worden, durch Befunde, die mit Hilfe s.g. bildgebender Verfahren gemacht werden. In mind and body wird dies thematisiert: Der Betrachter ist eingeladen, durch die faszinierenden Computertomogaphie- Aufnahmen eines Unbekannten oder einer Unbekannten zu navigieren. Ein Computer, der im Mittelpunkt der Installation steht, bietet ihm dabei Interpretationshilfe an. Um aber „beim Denken in den Kopf schauen“ zu können, muss sich der Betrachter in einen Rollstuhl setzen, und dessen Räder betätigen, ohne dass der Rollstuhl sich vom Platz bewegen kann. So ist der Betrachter gezwungen, eine biologisch/ technologisch herausfordernde Sicht auf die Dinge einzunehmen, die ihm mit Hilfe des Computers „larger than life“ präsentiert werden.

Ihr seid alle herzlich eingeladen.

“1raum-2wege”: Ausstellung des BGK, Bund Gelsenkirchener Künstler, in der Bergmannstr. 53 in Gelsenkirchen. Installation mind and body im Rahmen der Vernissage am Sonntag, den 10. August 2008, um 11.00 Uhr.

PS: Ach ja: Disclaimer: Mariele Schulte ist meine Mutter :) )

Nur kurz: Und warum bloggst Du (nicht)?

Saturday, August 2nd, 2008

Pascal, einer unserer Komedia-Studierenden, ist auf der Suche nach den Motiven von Bloggern (und Nicht-Bloggern): “Was ist Dein Motiv, Dein Grund? Was unterscheidet Dich von den ganzen Leuten die sicher auch was zu sagen hätten, aber trotzdem keinen Blog führen? Warum hast Du mit dem Bloggen begonnen? Ich würde mich hier über ein paar Zeilen freuen. Wenn Du auch noch Alter und Geschlecht angibst, wäre ich überglücklich!”

Also, macht mit und unterstützt Pascal auf seinem Quest :) : Hier geht’s zur Umfrage.

Nur kurz: Grafx-PrOn ;)

Tuesday, July 29th, 2008

hardcorequaddualradeon.jpg

Core 2 Quad 2,66 Mhz, 4GB RAM, 500 GB HD, zwei Radeon 4870 mit je 512 MB im Crossfireverbund, 750 Watt Netzteil … *grins*

Update: Oh, und ja: Es hat blaues Licht. Was das bewirkt? Es leuchtet blau ;) .

Die Bits und Bytes mit der Muttermilch aufgesogen? Rolf Schulmeister über die Net-Generation

Monday, July 28th, 2008

digital_natives.jpgRolf Schulmeister vom Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung der Universität Hamburg beschäftigt sich in einem Ãœberblicksartikelbuch mit der Frage, ob und wie die Digital Natives- also die Jahrgänge, die mit den digitalen Medien und dem Internet aufgewachsen sind – einen Unterschied für die Bildungsarbeit machen. Nach einem Ãœberblick über die schon publizierten Arbeiten zu diesem Thema (u.a. von Claudia de Witt, bei der ich auch studiert habe), sieht er sich die Datenbasis an, und kommt schlussendlich zu 9 Thesen. Schulmeister stellt u.a. fest, dass die Beschäftigung der Generation @ mit Medien ist nur ein “integrierter Teil ihrer gesamten Freizeitaktivitäten [ist], deren primäres Ziel das Gewinnen von
Freundschaften und das Zusammensein mit Freunden ist.”, und dass „The Internet just is“. Schulmeister: “Fasst man Freizeitziele, Ziele des Mediengebrauchs und Intentionen der Computernutzung usammen, so zeichnet dieses Ensemble sozialer Aktivitäten ein durchaus traditionelles Bild vom Prozess des Erwachsenwerdens. Freundschaften
pflegen und mit Peers kommunizieren sind seit jeher die wichtigsten Sozialisationsziele gewesen.”

Schulmeister arbeitet das Feld in seinem Buch sehr gut und übersichtlich auf. Seine Thesen sind stimmig, sein Blick auf die Daten kritisch. Und die Phänomene bestätigen seine Thesen: Web 2.0, anyone?

Link:

Buch “Gibt es eine Net Generation? Work in progress” (PDF, via mekonet)

PS: Foto von oso

BOA und Der Pageflip.

Monday, July 14th, 2008

So, in der letzten, arbeitsreichen Woche haben wir zwei Texte zur Publikation eingereicht, an denen ich beteiligt war: Bei BOA – Der Online-Pfad zur professionellen Berufsberatung geht es um unser interaktives Berufsberatungstool BOA- Die Berufs-Orientierungs-Assistentin (siehe auch www.conboa.de). BOA soll Schulabsolventen aller Schulformen helfen, sich Gedanken über die eigenen Fähigkeiten und Interessen zu machen – ohne gleich in Arbeit auszuarten. Aus diesem Grund ist BOA auch kurz und spielerisch angelegt, und eine erste Evaluation, die Jennifer Klatt im Rahmen ihrer Bachelorarbeit durchgeführt hat, sieht sehr gut aus: BOA korreliert in den entsprechenden erhobenen Dimensionen hoch mit den Ergebnissen eines professionellen Berufsberatungstest, den wir die Schüler auch haben durchführen lassen, und auch die Schulform lässt sich in den Profilen erkennen. BOA hat aber mehr Spass gemacht! Mehr darüber bald in der Publikation zur Tagung Psychologiedidaktik und Evaluation, ich bin hier Drittautor, neben Anja Thieme, Jennifer und Prof. Heineken.

In Was bringt ein Pageflip in Online-Katalogen dem Produktmarketing? geht es um die Ergebnisse einer relativ groß angelegten Online-Studie (N>200), die sich mit der Nützlichkeit s.g. Pageflips beschäftigt. Pageflips sind Online-Kataloge (oder Zeitschriften), die man per Mausgeste umblättern kann, wobei dieser Umblättervorgang visuell simuliert wird. (Hier gibt es eine Ãœbersicht über entsprechende Tools.) Im Rahmen von Simon Galls Masterthesis haben wir uns mal angeschaut, ob der Einsatz einer solchen Visualisierung zumindest aus gedächtnispsychologischer Sicht sinnvoll ist – und tatsächlich! Die Effekte sind zwar nicht riesig, aber ein Pageflip lässt die Nutzer signifikant mehr von den Inhalten der Kataloge erinnern (gemessen sowohl durch freies Erinnern als auch durch Wiedererkennen). Wir haben die Ergebnisse, von denen wir auch überrascht waren, bei der i-com Zeitschrift für interaktive und kooperative Medien eingereicht – mal sehen, was die dazu sagen. (Ich bin hier Erstautor, zusammen mit Simon und dem Chef.)