Archive for the ‘Methoden der Psychologie’ Category

BOA 1.0 – powered by Provadis -

Tuesday, February 3rd, 2009

BOA - powered by Provadis -Eines der Projekte des vergangenen Jahres war die Entwicklung von “BOA- Die Berufsorientierungs-assistentin”, einer interaktiven Online-Berufsberatung für Schulabsolventen. Basierend auf Hollands Vocational Choice Theory gibt BOA den Nutzern Hinweise auf die eigenen beruflichen Interessen und regt damit an, sich mit dem Thema Berufswahl zu beschäftigen. Das ist wichtig, denn obgleich die Wahl des Berufes eine der bedeutsamstem Entscheidungen im Leben eines jungen Menschen ist, wird sie häufig unüberlegt getroffen. Dies zeigen die Studien- und Ausbildungsabbrecherzahlen. In Kooperation mit unserem Partner Provadis ist die BOA nun 1.0 geworden; ich freue mich über diesen Erfolg zusammen mit Herrn Heineken (Konzept, Leitung), Anja Thieme (technische Realisation, Joblisten) und Sarah Hüttenberend (Design).

Lehre im kommenden Wintersemester 2008/2009

Tuesday, September 30th, 2008

schulte_vl_2.jpgSo, obgleich immer noch nicht feststeht, wer mein neuer Chef im kommenden Semester im Fachgebiet Allgemeine Psychologie: Kognition wird, hier für alle Interessierten mein Lehrangebot für das Wintersemester 2008/2009:

  • Seminar Allgemeinpsychologische Vertiefung: Emotion
    Zeit:            Dienstags Mittwochs, 10-12 Uhr
    Ort:            LK 052 LB 239
    Zielgruppe:        Komedia MA
    Beschreibung:Im Rahmen der Veranstaltung werden wir uns mit der Rolle von Emotionen für die Gestaltung interaktiver Systeme beschäftigen. Die erste Hälfte des Seminars werden Kurzreferate gehalten, in der zweiten Hälfte werden wir ein Forschungsprojekt in diesem Feld durchführen.
    Voraussetzung für den Erwerb eines Leistungsnachweises sind Grundkenntnisse in Allgemeiner Psychologie (i.d.R. Besuch und Schein in der Vorlesung), regelmäßige Teilnahme, Halten eines Kurzreferates (incl. kurzer Ausarbeitung) sowie Beteiligung an der Durchführung des Forschungsprojektes.
    Literatur: Zum Einstieg: Kapitel 2 „Motivation, Volition und Emotion“ inMüsseler, J. & Prinz, W. (Hg.)(2002). Allgemeine Psychologie. Heidelberg: Spektrum. Diener, E. (1999). Special section: The structure of emotion. Journal of Personality and Social Psychology, 76, 803-867. Hassenzahl, M., Burmester, M., & Koller, F. (2003). AttrakDiff: Ein Fragebogen zur Messung wahrgenommener hedonischer und pragmatischer Qualität. In J.Ziegler & G. Szwillus (Eds.), Mensch & Computer 2003. Interaktion in Bewegung (pp. 187-196).  Stuttgart, Leipzig: B.G. Teubner.
  • Forschungsprojekt Allgemeine Psychologie II (zusammen mit dem Lehrstuhlinhaber)
    Zeit:            Dienstags, 12-14 Uhr
    Ort:            LE 222
    Zielgruppe:        Komedia MA
    Beschreibung: Im Rahmen des Forschungsprojektes II werden laufende Forschungsarbeiten des Fachgebietes betreut, u.a. „Imagery in fMRI“. Eine Vorbesprechung findet am 14. 10. um 10.00 Uhr in LK 052 statt.
  • Propädeutikum Kognitionspsychologie
    Zeit:            Dienstags, 14-15 Uhr
    Ort:            LE 222
    Zielgruppe:        Komedia MA mit Schwerpunkt Informatik
    Beschreibung: Diese Veranstaltung ist für Studierenden des Studiengangs Komedia mit Informatik-Schwerpunkt im Master gedacht. Eine Vorbesprechung findet am 14. 10. 15.10. um 10.00 Uhr in LK 052 LB 239 statt.
  • Ãœbung zur Veranstaltung „Experimentelle Methoden“
    Zeit:            Montags, 16-18 Uhr
    Ort:            SG 135
    Zielgruppe:    TeilnehmerInnen der Veranstaltung „Experimentelle Methoden“
    Beschreibung: Die Veranstaltung begleitet die Vorlesung „Experimentelle Methoden“. Es werden Übungsaufgaben besprochen, und exemplarische Studien zu den Vorlesungsinhalten präsentiert. Literatur: Kerlinger, F.N. & Lee, H.B. (1992). Foundation of behavioral research (4th ed.). Wadsworth Publishing. Drüber hinaus: Huber, O. (2005). Das psychologische Experiment: Eine Einführung. Bern: Huber. Sarris, V. & Reiß, S. (2005). Kurzer Leitfaden der Experimentalpsychologie. München: Peason Studium. Westermann, R. (2000). Wissenschaftstheorie und Experimentalmethodik. Göttingen: Hogrefe.

Ich denke, es wird in jeglicher Hinsicht ein spannendes Semester.

€dit: Bitte beachten Sie die Terminänderungen!

Nur kurz: The neuroscience of magic

Tuesday, August 5th, 2008

Auf der Suche nach den Rätseln der Menschheit machen die Neurowissenschaften auch vor einer der letzten Bastionen des Entertainment-Business nicht halt: der Magie. In Nature Reviews Neuroscience ist ein Artikel erschienen, in dem zwei Neurowissenschaftler in Zusammenarbeit mit fünf Magiern (u.a. Teller von Penn & Teller) eine Reihe von Tricks und Illusionen aus der Neurowissenschaftlichen Perspektive beleuchten. Bleiben am Ende *PUFF* dann doch wieder nur die Unzulänglichkeiten des menschlichen Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitssystems übrig …?

Link: Nature Reviews Neuroscience-Artikel Attention and awareness in stage magic: turning tricks into research von Macknik, King, Randi, Robbins, Teller, Thompson & Martinez-Conde

PS Thx u.a. boingboing

BOA und Der Pageflip.

Monday, July 14th, 2008

So, in der letzten, arbeitsreichen Woche haben wir zwei Texte zur Publikation eingereicht, an denen ich beteiligt war: Bei BOA – Der Online-Pfad zur professionellen Berufsberatung geht es um unser interaktives Berufsberatungstool BOA- Die Berufs-Orientierungs-Assistentin (siehe auch www.conboa.de). BOA soll Schulabsolventen aller Schulformen helfen, sich Gedanken über die eigenen Fähigkeiten und Interessen zu machen – ohne gleich in Arbeit auszuarten. Aus diesem Grund ist BOA auch kurz und spielerisch angelegt, und eine erste Evaluation, die Jennifer Klatt im Rahmen ihrer Bachelorarbeit durchgeführt hat, sieht sehr gut aus: BOA korreliert in den entsprechenden erhobenen Dimensionen hoch mit den Ergebnissen eines professionellen Berufsberatungstest, den wir die Schüler auch haben durchführen lassen, und auch die Schulform lässt sich in den Profilen erkennen. BOA hat aber mehr Spass gemacht! Mehr darüber bald in der Publikation zur Tagung Psychologiedidaktik und Evaluation, ich bin hier Drittautor, neben Anja Thieme, Jennifer und Prof. Heineken.

In Was bringt ein Pageflip in Online-Katalogen dem Produktmarketing? geht es um die Ergebnisse einer relativ groß angelegten Online-Studie (N>200), die sich mit der Nützlichkeit s.g. Pageflips beschäftigt. Pageflips sind Online-Kataloge (oder Zeitschriften), die man per Mausgeste umblättern kann, wobei dieser Umblättervorgang visuell simuliert wird. (Hier gibt es eine Ãœbersicht über entsprechende Tools.) Im Rahmen von Simon Galls Masterthesis haben wir uns mal angeschaut, ob der Einsatz einer solchen Visualisierung zumindest aus gedächtnispsychologischer Sicht sinnvoll ist – und tatsächlich! Die Effekte sind zwar nicht riesig, aber ein Pageflip lässt die Nutzer signifikant mehr von den Inhalten der Kataloge erinnern (gemessen sowohl durch freies Erinnern als auch durch Wiedererkennen). Wir haben die Ergebnisse, von denen wir auch überrascht waren, bei der i-com Zeitschrift für interaktive und kooperative Medien eingereicht – mal sehen, was die dazu sagen. (Ich bin hier Erstautor, zusammen mit Simon und dem Chef.)

Programm zur Vortragsreihe “Virtuelle Realität” an der TU Chemnitz

Tuesday, April 15th, 2008

Am 3. Juni werden Mark Bormann vom Lehrstuhl für Mediendidaktik der Uni DUE und ich einen eingeladenen Vortrag im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe an der TU Chemnitz zum Thema “Virtuelle Realität” halten. Veranstalter dieser über das gesamte Sommersemester laufenden Veranstaltung ist Prof. Dr. Klaus Sachs-Hombach, Inhaber der Professur Philosophie mit dem Schwerpunkt Kognitionswissenschaft an der TU Chemnitz.

Unser Thema ist “Virtual Reality as Tool and Topic – Messmethoden in virtuellen Realitäten”, und wir werden mal über die verschiedenen Forschungsaktivitäten “unserer” Abteilungen an der Universität Duisburg-Essen berichten. Wir sind in guter Gesellschaft: Prof. Dr. Winfried Marotzki (Universität Magdeburg) wird den Bogen von Online-Communities zum social networking schlagen; Dr. Jörg Schirra (auch Universität Magdeburg) betrachtet die Funktion von Bildern in Computerspielen unter Aspekten der Immersion, Interaktion und Virtualität; Prof. Dr. Peter Ohler (TU Chemnitz) berichtet über Sozialen Präsenz und seine Versuche, evolutions-psychologische Konstrukte zur Operationalisierung dieses Phänomens in Massiven Multiplayer Online-Rollenspielen zu nutzen. Wer zufällig in der Nähe ist, ist natürlich herzlich eingeladen!

Link:

Pressemitteilung der Uni Chemnitz

Nur kurz: Präsentationsfreude.

Wednesday, March 5th, 2008

Thieme, A., Heineken, E. & Schulte, F.P. (2008). Dachdeckerausbildung oder doch lieber Psychologiestudium? – Interaktive Berufsberatung auf Grundlage online erfasster Persönlichkeitsprofile. Vortrag auf der 7. Fachtagung für Psychologiedidaktik und Evaluation, 2.-3. Mai 2008, Frankfurt am Main.

Auf dieser Tagung – die sowas wie unsere Haustagung ist – halten wir noch einen Vortrag … ich liefere den Titel noch nach…

Und worüber ich mich besonders freue, weil es die Chance ist, mal meine Interaktion mit Mark Bormann zu belegen: Bormann, M. & Schulte, F.P. (2008). Virtual Reality as Tool and Topic – Messmethoden in virtuellen Realitäten. Eingeladener Vortrag im Rahmen der interdisziplinären Vortragsreihe “Virtuelle Realität”, 3. Juni 2008, Universität Chemnitz.

Suche Versuchsteilnehmer! Biete Gold und Einsicht!

Sunday, February 10th, 2008

fmri_schulte_1.jpgSo, es geht in die nächste Runde unserer Experimente am Hahn-Institut. Und hierfür suche ich mal wieder Versuchsteilnehmer (*). Diesmal haben wir alles (noch) etwas besser organisiert, daher muß jeder Versuchsteilnehmer nur einen Tag einkalkulieren, an dem wir morgens in der Zeche Zollverein, und abends im Klinikum in Essen messen. Wer Interesse hat, darf sich gerne bei mir unter frank punkt schulte at uni minus due punkt de melden. Als Belohnung gibt es neben 50€ auch Einblicke sowohl in Experimente mit bildgebenden Verfahren (in unserem Fall fMRI) als auch in den eigenen Kopf :) .

Es werden im Moment 4 Personen pro Messtermin benötigt. Voraussetzung für eine Teilnahme sind (annährend) Normalsichtigkeit oder Kontaktlinsen, keine großflächigen Tatoos, keine Spirale als Verhütungsmittel, kein Klaustrophobie, denn es geht zweimal in eine Tomografen-Röhre, jeweils für ca. 25 Minuten. Es gibt zwei Termine: 22. Februar und 28. März, es dauert so ca. von 10.00 Uhr morgens bis 19.00 Uhr abends, ich fahre mit meinem PKW und kann Euch mitnehmen. Und nochmal: Teilnehmer brauchen nur an einem der beiden Tage zu kommen

(*) Normalerweise finde ich es doof, das extra zu schreiben, aber hier macht es Sinn: Mit “Versuchsteilnehmer” sind weibliche und männliche Menschen gemeint…

Nur kurz: Inside your (animated) brain …

Saturday, December 1st, 2007

fmri_schulte_1.jpg

So langsam zeigen sich erste Ergebnisse der fMRI-Studien, an denen ich beteiligt bin. Im Bild zu sehen ist die Hirnaktivität eines unser Versuchsteilnehmer, die auf das Sehen bestimmter, sich bewegender visueller Stimuli zurückzuführen ist. Die Besonderheit hier: Es ist eine Aufnahme mit einer Feldstärke von 7 Tesla – normal sind 1,5 bis 3 Tesla. (Ein Klick auf das Bild vergrößert selbiges.)

Follow-up: KFN vs. USK

Monday, August 13th, 2007

comic_violence.jpgIch hatte schon mal drüber geblogged, und nun gibt es eine neue Runde im verbalen Boxkampf zwischen der Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen: Erika Berthold und Eggert Holling fassen in einem Artikel in der Telepolis ihre Sicht der Auseinandersetzung zusammen. Unter anderem schreiben sie zum Vorwurf des KFN, die USK würde zu “lasch” einstufen, dass das “zentrale Argument für die Vorliebe der KFN-Mitarbeiter zu höheren Alterseinstufungen lautet: Aufgrund der Interaktivität, also der aktiven Rolle des Spielenden seien beim Konsum gewalthaltiger Spiele nachhaltigere Folgen zu erwarten als beim Konsum vergleichbarer Filme. [...] Die Prämisse ist wissenschaftlich fragwürdig.” Dabei führen sie auch die Studie des Hans-Bredow-Instituts an, die einen Mangel an “praxiswirksamen Forschungsergebnissen” aufzeigt.

Besonders interessant scheint mir in dem Artikel der detailierte Vergleich der beiden Einstufungsmethoden. Während bei der USK  ein Spiel anscheinend in einem Mehrpersonengespräch unter Leitung eines Gutachtergremium-internen “Expertens” für das jeweilige Spieleingestuft wird, ist beim KFN nur jeweils ein Guatchter alleine federführend – die anderen am Einstufungsprozess Beteiligten (hauptamtlichen) Mitarbeiter des KFN nehmen nur eine “Plausibilitätsprüfung” vor.

Insgesamt finde ich den Artikel spannend, da er – besonders in Anbetracht der doch sehr “blutig” geführten Auseinandersetzung- wieder relativ ausgewogen ist, aber die Autoren es sich nicht nehmen lassen, ihre Position zu verteidigen.

Links:
Artikel “Killerspiele in der Diskussion” (Telepolis, 13.8.2007)

USK

KFN

Studie des Hans-Bredow-Institutes (PDF, 177 Seiten)

PS Foto von emsef