Archive for the ‘Medienpsychologie’ Category

Nur kurz: Transfer Computerspiel <-> Leben. Oder auch nicht.

Saturday, May 10th, 2008

Nach dem Lernen kommt hoffentlich der Transfer von Wissen aus einer Domäne (oft gefordert/gesucht/vermisst: Computerspiel) in eine andere (Leben). Und umgekehrt kann schon vorhandenes Wissen Neulernen auch behindern… wie dieses Video ohne Worte schön anhand von Rockband zeigt :) . Proaktive Hemmung? Ähnlichkeitshemmung? Assoziative Hemmung oder gar affektive Hemmung?

PS: Thx zefrank

Update 11.05.2008: Uiii, wenn der Transfer in die folgende Richtung läuft, dann redet man von … Illusionen?

PS: Thx nerdcore

Nur kurz: Das gibt Ärger: “Wer keine Videospiele spielt, ist im Nachteil”

Monday, May 5th, 2008

… sagt die Studie der Harvard-Forscher Lawrence Kutner und Cheryl K. Olson mit dem vielsagenden Namen “Grand Theft Childhood?”. Die Autoren interpretieren Ihre Daten so, dass Kinder, die nicht Computerspiele spielen, damit fehlende Sozialkompetenz zeigen. Die Autoren sind sich der kontroversen und zum Teil auch nicht sehr seriös geführten Debatte wohl bewusst, und fragen auch zurecht: “Are We Worried About The Wrong Things?”. Was wohl Herr P. vom KFN oder Herr S. dazu sagen werden? Ich denke, diese Befunde werden sehr kontrovers und heftig diskutiert werden.

Links:

Website zur Studie “Grand Theft Childhood”

Artikel im Heise Newsticker

Nur kurz: Clay Shirky über Web 2.0. Auf der Web 2.0.

Sunday, May 4th, 2008

Clay Shirky war schon vor dem Hype dabei, sich um Anwendungen im Netz zu kümmern, deren hauptsächlicher Zweck die Vernetzung von Menschen ist. Um seine Keynote von der Web 2.0-Conference 2008 mal kurz und prägnant zusammenzufassen: “Nowadays, that’s what 4-year old think: A screen (*) that ships without a mouse ships broken!”
(*) Hier ist eigentlich ein TV gemeint …

PS Thx marcel weiss

Programm zur Vortragsreihe “Virtuelle Realität” an der TU Chemnitz

Tuesday, April 15th, 2008

Am 3. Juni werden Mark Bormann vom Lehrstuhl für Mediendidaktik der Uni DUE und ich einen eingeladenen Vortrag im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe an der TU Chemnitz zum Thema “Virtuelle Realität” halten. Veranstalter dieser über das gesamte Sommersemester laufenden Veranstaltung ist Prof. Dr. Klaus Sachs-Hombach, Inhaber der Professur Philosophie mit dem Schwerpunkt Kognitionswissenschaft an der TU Chemnitz.

Unser Thema ist “Virtual Reality as Tool and Topic – Messmethoden in virtuellen Realitäten”, und wir werden mal über die verschiedenen Forschungsaktivitäten “unserer” Abteilungen an der Universität Duisburg-Essen berichten. Wir sind in guter Gesellschaft: Prof. Dr. Winfried Marotzki (Universität Magdeburg) wird den Bogen von Online-Communities zum social networking schlagen; Dr. Jörg Schirra (auch Universität Magdeburg) betrachtet die Funktion von Bildern in Computerspielen unter Aspekten der Immersion, Interaktion und Virtualität; Prof. Dr. Peter Ohler (TU Chemnitz) berichtet über Sozialen Präsenz und seine Versuche, evolutions-psychologische Konstrukte zur Operationalisierung dieses Phänomens in Massiven Multiplayer Online-Rollenspielen zu nutzen. Wer zufällig in der Nähe ist, ist natürlich herzlich eingeladen!

Link:

Pressemitteilung der Uni Chemnitz

Nur kurz: Don’t make me think!

Sunday, April 13th, 2008

Bruce Sterling, Sci-Fi-Autor und Enfant Terrible, findet auf seinem Vortrag anlässlich des Innovationsforums 2007 kurze Worte für das, was wir heute von unseren Computern, MP3-Playern, Home-HiFi-High-Def-Equippment, Computerspielen, Lernsoftware erwarten: From software to Global-Ware or Airplane-Carrier-Ware: When I interface with my toothbrush: Don’t make me think!


Bruce Sterling from Innovationsforum on Vimeo.

PS: LOL: “My friend bougth the new Apple iBrush!” ;)

“Safer Children in a Digital World” – Neuer Bericht über Kinder und Jugendliche und die neuen Medien

Thursday, March 27th, 2008

Safer children in a digital world Im Auftrag des britischen Premierministeriums führte Tanya Byron – so eine Art promovierte britische Supernanny – eine Metastudie zum Thema Kinder und Jugendliche und die neuen Medien durch. Auf über 200 Seiten kommt sie dabei zu kritischen aber durchaus differentierten Ergebnissen.

Byron erkennt richtig, dass “the internet and video games are very popular with children and young people and offer a range of opportunities for fun, learning and development”. Dabei gibt es aber Gefahren, und sie fordert Kinder und Jugendliche in die Lage zu versetzen, sich sicher im Netz bewegen zu können. Dies, so Byron, kann jedoch kein Prozess von oben herab sein, sondern funktioniert nur, wenn die Kinder eigene Medienkompetenz entwickeln können.

Dabei ist zu beachten, dass Kinder Kinder sind – sie werden immer Barrieren testen, Grenzen überschreiten, Unbekanntes interessant und Verbotenes besonders interessant finden. Erwachsene können, nein: müssen daher Heranwachsenden helfen. Dies gelingt aber nur, wenn sie selber medienkompetent sind. Und dazu müssen sie die “digital divide”, die Wissensgrenze zwischen Alt und Jung, zwischen den digital natives und den digital immigrants (oder gar: non-digitals) überwinden.

Insgesamt ein sehr interessanter Report, wenn er auch nicht zu überraschenden Ergebnissen kommt. Aber schön, dass wir mal drüber geredet haben, und zwar differentiert und ohne eigenes Kalkül, und ohne sich auf die leidige Debatte einzulassen, die, so Byron, “highly polarised and charged with emotion” ist.

Links:

Artikel auf heise.de

Tanya Byrons Homepage

Safer Children in a Digital World: Full Report (PDF, 2,7 MB)

Computerspiele vor dem Unterricht – staatlich verordnet

Saturday, March 15th, 2008

schotte.jpgSchottische Grundschüler sollen vor Beginn des Unterrichts 20 Minuten “Dr. Kawashimas: Mehr Gehirn-Jogging” spielen, um danach bessere schulische Leistungen zu erbringen. Und auch andere Spiele sind im Test der schottischen Schulbehörde Learning and Teaching Scotland. Grund: Laut Bericht auf Heise Online habe sich gezeigt, “dass regelmäßiges Spielen vor dem Unterricht die Lernfähigkeit der Kinder fördert und sich die Konzentration verbessert”.

Hmmm, nicht dass ich etwas gegen Computerspiele hätte (ganz bestimmt nicht), aber so der Kürze des Berichtes muss ich mich doch fragen, ob es nicht schlau wäre, die Schüler auf dem Schulhof ans Spielen zu bekommen… statt ans Boxen oder ans Kippe-auf-der-Toilette-rauchen :) .

Link:

Schottische Grundschüler sollen vor dem Unterricht Computer spielen (Artikel auf Heise Online, 15.3.2008)

PS Foto von Altweibersommer

Nur kurz: Präsentationsfreude.

Wednesday, March 5th, 2008

Thieme, A., Heineken, E. & Schulte, F.P. (2008). Dachdeckerausbildung oder doch lieber Psychologiestudium? – Interaktive Berufsberatung auf Grundlage online erfasster Persönlichkeitsprofile. Vortrag auf der 7. Fachtagung für Psychologiedidaktik und Evaluation, 2.-3. Mai 2008, Frankfurt am Main.

Auf dieser Tagung – die sowas wie unsere Haustagung ist – halten wir noch einen Vortrag … ich liefere den Titel noch nach…

Und worüber ich mich besonders freue, weil es die Chance ist, mal meine Interaktion mit Mark Bormann zu belegen: Bormann, M. & Schulte, F.P. (2008). Virtual Reality as Tool and Topic – Messmethoden in virtuellen Realitäten. Eingeladener Vortrag im Rahmen der interdisziplinären Vortragsreihe “Virtuelle Realität”, 3. Juni 2008, Universität Chemnitz.

Spreeblick sagt: “Hart. Frontal. Bullshit.” …

Saturday, December 8th, 2007

… und weist darauf hin, das es viele Gründe gibt zu lügen. Das wird wohl so wahr sein. Darüber hinaus verweisen sie aber auch auf die Website “stigma videospiele”. Hier beschreibt Matthias Dittmayer aus Bremen schön übersichtlich die Lage der endlosen und zum grossen Teil total sinnentleerten Diskussion zum Thema Computerspiele in den Mainstreammedien, und kommentiert dies in einem wie ich (und auch andere ;) ) finde sehr aufschlussreichen Video:

Links:

Spreeblick Artikel “Hart. Frontal. Bullshit.”

Stigma Videospiele

Digitale Spiele als Herausforderung und Chance

Tuesday, December 4th, 2007

kokonga.jpgMeine Kollegin (und gute Freundin) Heike Ollesch wird am Samstag auf den 15. Leipziger Informatik-Tagen über unser Computerspiel “Kokonga” berichten, das wir auch schon auf der Didacta vorgestellt haben. Viel Spass, Heike!

(Ollesch, H., Heineken, E., & Schulte, F.P. (2007). Kokonga РEin Online-Spiel zur F̦rderung der Selbstregulation der eigenen Aufmerksamkeit bei Grundschulkindern. Vortrag auf den 15. Leipziger Informatik-Tagen, 7.-8.12.2007; siehe auch hier)